Wer noch mehr wissen will …

 

Wieder auf der Reise zu den Außerirdischen

Erlebnisse der dritten Art auf und bei dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Essen 2016

Notwendiges Vorwort für alle, die uns kennen, aber besonders für die, die uns nicht kennen

„Warum tut Ihr Euch das an?“ Das werden wir oft gefragt. Und dann folgt, bisweilen etwas vorwurfsvoll „In Eurem Alter!“
Ja, warum machen wir das? In unserem Alter. Über fünf Wochen lang jeden Tag auf dem Weihnachtsmarkt in Essen, dazu Freilicht-Museum Kommern am ersten Advent und Schloss Broich am zweiten, dritten und vierten. Also Doppelmärkte an allen vier Adventwochenenden.
Warum tun wir uns das an? Das fragen wir uns auch oft.

Aber wir fragen uns auch, warum uns das angetan wird, warum das alles immer uns passiert. Nicht, dass wir es anderen wünschten, dass denen auch so etwas geschieht wie uns. Um Himmels willen, nein! Das tun wir sowieso nicht. Aber wir fragen uns das. Und manch einer unsere Freunde fragt sich das auch.
Es kann dafür ja mehrere Gründe geben. Der erste, allerdings auch der einfachste: Es liegt an uns. Wir sind selber schuld dran. Das ist bestimmt bei vielen Dingen, die uns so passieren, richtig! Aber nicht bei allen. Zum Beispiel, dass unser Auto in diesem Jahr gleich drei Mal hintereinander auf dem gleichen Weihnachtsmarkt in Essen kaputtgeht, das haben WIR doch nicht gemacht! Ja klar, wir sind daran schuld, weil wir ein altes Auto fahren. Das geht nun mal schneller kaputt als ein neues, jedenfalls glaubt man das allgemein. Ob das so wirklich stimmt, das weiß ich nicht. Ich kann jedenfalls an unseren alten Autos die Glühbirnen selber auswechseln. Kostenpunkt: Glühbirne. Je nach Typ wird so etwas heute bei den modernen Wagen deutlich teurer. Und man kann es nicht mehr selbst.
Also: Egal, wie das heute in den modernen Diagnose- und Therapie-Zentren der Automobil-Industrie aussieht: Es ist ja immerhin noch nicht verboten, alte Autos zu fahren. Das kommt bestimmt auch noch, wenn das so weiter geht. Und man wird jetzt schon dafür abgestraft. Wie das funktioniert, das kommt gleich!

Ja, und dass für beide Postbankkonten (dem vom Kodex.Kulturverein e. V. und dem privaten) plötzlich keine mobilen TANs mehr erschienen und wir nichts mehr online überweisen konnten? Daran waren WIR doch nicht schuld.
Warum passiert uns das? Dauernd. Oder liegt das nur daran, dass wir unsere Umwelt etwas aufmerksamer wahrnehmen und beobachten als – möglicherweise – andere Mitmenschen, die gegenüber dem täglichen Wahnsinn schon abgestumpft sind?

Wir wissen es nicht, aber wir würden es gerne wissen. Unser Freund Bernd sagt immer; „Ihr müsst das aufschreiben. Stellt es ins Netz! Die Leute lesen so etwas gerne, bei allem Mitgefühl.“
Lieber Bernd, hier ist es.

 

Kapitel 1
Wie alles anfing

Ja, woran liegt das? So ganz leicht ist die Antwort nicht. Da sind mehrere Gründe, und die meisten davon sind sowieso für viele Mitmenschen nicht einzusehen, weil das für sie der reinste Blödsinn und Zeitverschwendung ist. Da kann man dann schlecht etwas erklären. Das tun wir auch nicht, auch nicht mit diesen Zeilen. Es ist gar nicht unsere Absicht.
Wir haben immer nach dem alten Segelschiff-Prinzip gehandelt: „Eine Hand für den Mann, eine Hand fürs Schiff“. Damit sind wir lange Zeit hindurch gut gefahren. Aber die Zeiten sind wohl vorbei.

Also dann:
Diese Jahr ging diese Reise zu den Außerirdischen, also: der ganz normale tägliche Wahnsinn, damit los, dass wir unsere Weihnachtshütte nicht vorher zuhause aufgebaut hatten. Das war geplant, aber wegen verschiedener Probleme mit unserem blauen T3 (dem „Fliwatüüt“) klappte das alles nicht. Außerdem steckten wir in der Produktion unseres neuen Buches („Die Flucht nach Ägypten. Mittelalterliche Kindheit-Jesu-Geschichten“) und waren dabei, diese Geschichten aus der mittelalterlichen Handschrift zu lesen, zu übertragen und nachzuerzählen sowie zu illustrieren. So etwas kann man nicht eben mal aus der Hüfte schießen. Kurz und gut: wir wurden wieder einmal nicht rechtzeitig fertig und gerieten dann am Montag vor Markteröffnung (Donnerstag) auf den Flachsmarkt nach Essen.

Da wäre ja alles noch nach Plan gewesen, wenn es nicht die ganze Zeit so gegossen hätte. Es regnete und regnete. Alles war nass, quietschnass, und da stellte sich dann (und das war Glück im Unglück!) heraus, dass unsere geplante Dachkonstruktion (mit einigen Brettern und einer Bauplane samt darauf gelegtem PVC-Teppich) für so ein Wetter absolut untauglich war.

Ich höre die Baufachleute hier schon lachen. Sie haben ja auch recht. Nur: wir hatten uns das gut überlegt. Und jetzt kommt etwas, was vermutlich für viele Leser absolut abschreckend ist, aber ich muss hier erklären, warum wir das so vorhatten. Sonst versteht man nicht, wie und warum das alles so gelaufen ist. Wer das nicht lesen mag, der soll die folgenden Absätze einfach überspringen und bei Kapitel 2 weiterlesen.

Aber ihm entgeht etwas, nämlich der Versuch einer plausiblen Erklärung für das Chaos.

Und der geht so:

  1. Unser Bus hat keine grüne Umweltplakette, und wir wollten das Knöllchenrisiko einschränken, auf keinen Fall die Kollegen nachahmen, die im letzten Jahr DREI MAL Strafgeld wegen der fehlenden Plakette aufgebrummt bekamen.
  2. Daher wollten wir so wenig wie möglich mit dem Bus nach Essen fahren.

Anmerkung 1: Es gibt in Essen keine Ausnahmegenehmigung für Marktfahrer wie in Köln.
Anmerkung 2: Wir sind keine Schausteller. Jedenfalls wir nicht. Daher keine Ausnahme.
Anmerkung 3: Die Ausnahmegenehmigung, die es in Essen gibt, ist die gleiche wie für in Essen ‚dauerhaft wohnende, mit dem Fahrzeug ihren Unterhalt verdienende Gewerbetreibende’. Das bedeutet einen Fragebogen mit drei oder vier Blättern und einer Sorte von Fragen, die man als Mittelaltermarktfahrer (und somit nicht ‚in Essen Gewerbetreibender’) einfach nicht beantworten kann.

Muss man aber, sonst keine Ausnahme, so das zuständige Amt in Essen.

Woraus sich ergibt, dass man es entweder lässt (nämlich mit seinem Fahrzeug ohne Plakette nach Essen hinein zu fahren) oder den Markt aufgibt, ein anderes Fahrzeug besorgt oder es riskiert, erwischt zu werden und dann im günstigsten Fall bezahlen muss. Punkte in Flensburg gibt’s ja nun glücklicherweise keine mehr dafür. „Im günstigsten Fall“ deswegen, weil – wenn man am Stadtrand von Essen erwischt wird, es durchaus passieren kann, dass man nicht mehr weiterfahren darf mit dem voll geladenen Marktfahrzeug. Und die Kollegen, die einen dann da mit allen Plünnen abholen müssen, die sind natürlich begeistert, haben sie doch selbst auf dem Markt GAR NICHTS zu tun ….
Ja, liebe Leser, ich weiß, das ist jetzt langweilig, und es wird gleich noch schlimmer. Aber es geht nicht anders, weil man sonst nix kapiert.

Weiter in der Schilderung:

Jetzt hatten wir uns überlegt, unseren privaten kleinen Polo, den „Flitze Feuerzahn“, mit einzusetzen, denn der hat eine supergrüne Plakette, die ist fast schon blau, weil er irgendeinen Eurokat drunter hat, der das bewirkt, das heißt; der ihm diese grüne Plakette beschert und weswegen wir auch nur im Jahr 80 Euro Steuern zahlen müssen. Für den Polo. Dieser Superkat hängt wie eine dicke Beule unten am Auspuff und bewirkt nicht nur so niedrige Steuern, sondern auch eine so niedrige Bodenfreiheit, dass wir den Polo nicht schwer beladen können, weil er sonst mit dem Kat über den Boden schleift. Dann reißt zuerst der Kat ab und dann der Auspuff. Das ist auch wieder nicht so gut. Mal ganz abgesehen davon, dass man dann eigentlich auch wieder nicht nach Essen reinfahren darf, weil die Grundlage für die grüne Plakette, dieser Kat, ja nicht mehr dran ist.

Das „Fliwatüüt“, also der T3-Bus, ist Vereinsauto, hat keinen Kat und kann auch keinen kriegen, und kostet 650 Euro Steuern im Jahr. Er ist kein LKW und kein Kirmesfahrzeug, und er wird auch keines. Zu leicht. Unter anderem.

650 Ocken im Jahr! Und dann darf man noch nicht mal nach Essen rein und raus zum Weihnachtsmarkt. Schließlich machen wir den ja auch für die Essener. Die Flugzeuge über Essen mit ihren langen weißen Streifen am Himmel, und die qualmenden Rheinkähne mit ihrer Dieselfahne fahren und fliegen – soweit ich weiß – steuerbegünstigt, aber ohne Kat. Tja, und die getürkten VW-Diesel, die haben auch alle eine grüne Plakette. Nehme ich mal an. Da wird die Luftverschmutzung virtuell per Programm weggesteuert.
Wir, also Ruth und ich, machen da irgendetwas falsch, glaube ich. Oder wie Knut immer sagt: „Herzlichen Glückwunsch. Jetzt seid auch Ihr im 21. Jahrhundert angekommen.“ Sind wir, lieber Knut, schon lange. Franz Kafka war das auch, schon 100 Jahre früher. Und George Orwell. Und Terry Gilliam. Und die Marx-Brothers … Man sollte in das Fliwatüüt einfach eine grüne Plakette kleben. Die werden schon preisgünstig angeboten. Nach dem Kat guckt sowieso keiner. Aber wir trauen uns nicht, und wir wollen das auch nicht. Wie gesagt: Wir machen da wohl was falsch … Irgendwie sind wir also doch noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

Flitze Feuerzahn sollte also eingesetzt werden. Der Polo konnte aber keine langen Bretter transportieren, was beim Aufbau nicht so schwierig war, wohl aber beim Abbau, denn da mussten wir in der Nacht zum Heiligabend fertig werden und konnten nicht zwei Mal in der gleichen Nacht mit den langen Brettern für das Dach, so wie es ursprünglich war, nach Hause in die Eifel fahren. Das ging zeitlich schon nicht. Früher hatte Rolf diese langen Dinger immer auf seinem Hänger mitgenommen. Aber seit er nicht mehr in der Eifel wohnt, geht das nicht mehr.

Also weniger lange Bretter für das Dach, weniger auf das Dach, keine Dachpappe, kein geschlossenes Bretter-Dach, sondern einzelne Bretter, Folie und PVC-Belag, das sollte gehen.
Dachten wir. Dann kamen der Dauerregen und der Wind, und es war klar, so ging es nicht. Es flog alles weg. Wasserbeulen bildeten sich, und es war auch klar, dass die alte Dachkonstruktion wieder her musste. Also in die Eifel, Bretter und Dachpappe holen, Dach nach alter Art aufbauen usw. usw. Zeitverlust: Ein ganzer Tag. Na wunderbar.
Und wie das Zeug am Ende dann wieder wegkriegen? Wir wussten es nicht. Rolf hat dann die langen Bretter mitgenommen, mitleidig und kollegial, wie er nun mal ist. Auf seinem Hänger, und wir holen es uns im Frühjahr beim Hamelner Markt bei ihm ab. DANKE Rolf!

So ging das schon los. Mal ganz abgesehen von allem anderen. Wir wurden wieder mal nicht rechtzeitig fertig. Ach so: Ich sollte noch erwähnen, dass wir dieses Mal natürlich nach dem Einbruch in den Bus und der Klauerei im letzten Jahr KEINERLEI Originalpapiere, Scheckkarten und Ausweise mitgenommen hatten, nur Kopien, und nur meinen Führerschein im Original. Keinen Laptop, keine Sticks. Ei-Pott und Ei-Putt haben wir sowieso nicht, auch kein Tablett, nur zwei uralte Nokia-Mobiltelefone. Das spielt nachher noch eine Rolle.

Kapitel 2
Wenn was schiefgeht, dann auch gründlch

Jedenfalls ging der Markt also los am Donnerstag, und irgendwie hatten wir unsere Weihnachtshütte samt Ware auch noch in die Gänge bekommen. An ein  Vereinsmitglied hatten wir das Fliwatüüt für dringende Fahrten übergeben, der Polo mit der vorschriftsmäßigen grünen Plakette war in Essen, und eigentlich hätte nun alles seinen ruhigen Gang gehen sollen und auch können.

Dem war aber nicht so. Als wir nach Kommern (das war am ersten Advent) aus der Eifel nach Essen fuhren, machte die Ladestrom-Kontroll-Leuchte im Polo so seltsame Zeichen. Sie blinkte, ging sehr spät erst aus, blieb dann an oder leuchtete gar nicht. Mich machte das sehr misstrauisch, und als ich in Essen kontrollierte, brannte sie gar nicht mehr. Die Kollegen bemühten sich sehr, aber es war nichts mehr zu machen: Der Feuerzahn lief nicht, er war auch nicht mehr zu starten. Die Batterie war leer und die Lichtmaschine im Eimer. In die Eifel zurück ging nicht, der Wagen sprang ja auch nicht mehr an und hatte auch keinen Strom für die Zündung. Also musste in Essen repariert werden.

Rolf fuhr mit mir in der Nacht bei einer Werkstatt vorbei, die uns von den Kollegen empfohlen worden war, um mir zu zeigen, wo die wäre. Da waren die Leute von der Werkstatt gerade dabei, ein Auto von einem Hänger abzuladen. So ein Glück! Also gleich fragen.

Ja, Lichtmaschine für einen Polo. Kein Problem. Und auch schnell. 80 Euro.

Das war ein Wort.

Am nächsten Morgen holte Rolf dort eine Ersatzbatterie, wir fuhren den Polo in die Werkstatt, ich musste 100 Euro für die Lichtmaschine sozusagen als Kaution auf den Tisch legen. DA hätte ich schon misstrauisch werden sollen.

Er wurde tatsächlich schnell fertig. Für sage und schreibe nicht 80, sondern 170 Euro! Begründung. Ganzen Nachmittag im Ruhrgebiet herumgefahren, um eine passende Lichtmaschine zu finden.

Ätsch! Geleimt und angeschmiert. Aber die Lichtmaschine war drin, und zähneknirschend zahlte ich auch. Ich wollte und musste den Wagen ja wiederhaben. Wir brauchten ihn dringend.
Auf den Unterschied zwischen 80 und 170 Euro angesprochen, kam die lapidare Antwort: Ich bin hier der Chef, andere haben da nichts zu sagen.
Wieder mal reingefallen! „Du jlöövst äver ooch alles!“, sagte Erich bei uns zu Hause zu mir einmal. Was in dem speziellen Falle damals nicht stimmte, aber grundsätzlich …???

Immerhin: Der Polo lief. Ich musste in die Eifel, warum auch immer, es war jedenfalls dringend. Als ich abends zurückkam nach Essen, da machte das Getriebe so komische Geräusche. Es war ein Freitagabend. Dann gab es einen dicken Ruck, als wenn ein Pferd den Wagen getreten hätte. Aber das Pferd hatte nicht den Wagen getreten, sondern, wie sich schnell herausstellte, mich. Der Feuerzahn war nur noch im Schneckentempo auf den Kopstadtplatz zu fahren. Es war klar: Das Getriebe war hinüber.
Und jetzt kommt die Gruselstory vom ADAC und der ADAC-PLUS-Mitgliedskarte.

Der ADAC-Abschleppdienst kam.
„Was haben Sie, Getriebeschaden? Ich kann jetzt hier nichts machen. Wir fahren den auf unseren Stellplatz.“
Der Wagen wurde unbesehen aufgeladen und weggefahren. UND JETZT BITTE GENAU AUFPASSEN, liebe Leser, falls Ihnen oder Euch so etwas einmal passiert.
Der Wagen wurde nicht zu einer Werkstatt gefahren, sondern zu dem Parkplatz des Abschleppdienstes.
„Wir haben da eine Werkstatt nebenan, die ist aber erst am Montag wieder geöffnet.“
Bis hierhin ahnte ich nichts Böses. Aber ich hätte es ahnen sollen!
„Bekomme ich ein Ersatzfahrzeug?
„Kein Problem.“
„Was geschieht mit meinem Fahrzeug?“
„Ich kann jetzt hier in der Dunkelheit den Schaden nicht beurteilen. Das muss am Montag von der Werkstatt gemacht werden.“
Aha. Von der Werkstatt, die zwar nicht direkt zum Abschleppdienst gehört, die aber gleich nebenan liegt. Wie praktisch!
„Der Wagen soll hier aber auf keinen Fall repariert werden. Was ist mit dem Rücktransport?“
„Ich rufe beim ADAC an.“

Das Ende vom Lied war: Ich bekam bis Montag (!) einen Leihwagen (praktischerweise direkt beim Abschleppdienst), am Montag sollte der Polo beschaut werden, was das für ein Schaden sei, und danach würde sich entscheiden, ob der Polo zurückgebracht werden könnte in die Eifel.
„Wieso das? Wird der nicht sowieso mit einem Sammeltransport zurück gebracht?“
„Nur, wenn er kein Totalschaden ist. Also, wenn die Reparaturkosten den Zeitwert übersteigen, dann ist er ein wirtschaftlicher Totalschaden, dann wird er nicht nach Hause transportiert.“
„Auch nicht in einem Sammeltransport?“
„Nein.“
„Und was dann?“
„Ja, das ist eine gute Frage. Warten Sie bis Montag.“

Ich bekam den Leihwagen, ein piependes und pfeifendes, glockenspielendes Ungeheuer mit einem Cockpit wie ein Kampfjet und einem Innenraum wie ein Mini-Cooper. Dafür war er außen so breit, dass man ihn kaum zwischen die weißen Streifen der Stellplätze im Parkhaus bekam. Die Sicht aus diesem Kasten erinnerte mich stark an meine Bundeswehr-Zeit bei der Panzertruppe. Die Sehschlitze und die Spiegel eines Panzerfahrers gaben allerdings etwas mehr her als die Ausgucke des „Clubmobils“. Dafür lief dieses Gefährt vermutlich schneller als 220 km/h, aber das konnte ich leider auf der A 40 von Essen nach Mülheim-Heißen nicht so richtig ausfahren. Das lag aber wirklich nicht am Fahrzeug, sondern an dem Stau, der da fast immer ist. Und wenn kein Stau ist, dann herrscht Tempo 100. Wie oft im Ruhrgebiet. Mit 220 ist da jedenfalls nix.

Das ganze Wochenende plagten mich die Gedanken daran, wie das wohl mit dieser Begutachtung durch die Werkstatt werden würde und wer die Kosten dafür bezahlen sollte. Am Montagmorgen rief ich beim Abschleppdienst an, der mich auch mit der Werkstatt verbinden konnte (na sowas!), und die versicherte mir, dass sie sich drum kümmern würden und dass keine Kosten entstünden. Das war ja schon mal gut.
Dann kam er Anruf.
Getriebeschaden. Wirtschaftlicher Totalschaden, keinerlei Rücktransport
„Sie können den Wagen zwei Tage hier stehen lassen, Danach kostet er 10 Euro Stellgebühr pro Tag, plus Mehrwertsteuer. Sie können ihn auch verschrotten lassen. Dafür brauchen wir aber die Fahrzeugpapiere.“

Ich hatte weder das eine noch das andere vor. Der Wagen musste in die Eifel. Ich brauchte eine Möglichkeit, ihn dahin zu bekommen. Der ADAC konnte nicht weiterhelfen, es sei denn, ich würde alles selbst bezahlen.
„Auch bei Reparatur in der Eifel?“
„Die bauen dann gebrauchte Ersatzteile ein. Das zählt nicht.“
„Ich kann Ihnen die Reparatur schriftlich bescheinigen. Der Wagen läuft dann wieder.“
„Nur, wenn Originalersatzteile verwendet werden und eine autorisierte Vertragswerkstatt das macht. Dann VIELLEICHT!“
„Können Sie mir die Erstattung der Rücktransport-Kosten für diesen Fall garantieren?“
„Nein.“

Immerhin wurde mir der Leihwagen bis Freitag problemlos verlängert. Aber dann? Wir mussten nach Broich, hatten dort den Doppelmarkt. Wie sollte das alles gehen? Es war klar: Wir brauchten Freitag den Bus zurück.
Aber wohin mit dem Polo? In die Eifel, aber wie? Transport auf eigene Kosten? Viel zu teuer. Also Hänger in Essen geliehen, Gurte dazu. Der mitleidige Rolf fuhr mit seinem großen Schmiedewagen zum Hängerverleih. Wir hängten den Auto-Anhänger an, fuhren zum Abschleppdienst, zahlten 10 Euro plus Mehrwertsteuer für den einen Tag (Mittwoch) länger auf dem Stellplatz, luden mit Hilfe eines wirklich sehr netten und hilfsbereiten Mitarbeiters den Polo auf den Hänger, fuhren ihn in die Eifel zur Werkstatt und dann wieder zurück nach Essen. Alles an einem Tag.

Noch einmal: DANKE Rolf!

Da war der Polo mit seinem wirtschaftlichen Totalschaden wieder in Eifel. (Vermutlich hat ein solches altes Auto schon einen „wirtschaftlichen Totalschaden“, wenn die Windschutzscheibe dreckig ist. ) Da sollte er nun bleiben und, je nachdem, repariert werden, Er wurde auch repariert, bekam ein Ersatzgetriebe, und jetzt läuft Öl aus einem Riss im Zylinderkopf. Es läuft immer munter weiter, der Wagen steht wieder in Mülheim, wo wir bei unserem Freund glücklicherweise wohnen können, weil der im Winter immer auf Weltreise geht. Das Fliwatüüt steht vollgepackt mit der Weihnachtshütte in der Eifel, und wir überlegen, wie wir das mit den Autos so hinkriegen.

Darin haben wir ja Übung.

Ein Gutes hat die Sache: Wir haben kein Knöllchen wegen der fehlenden Plakette bekommen, bis jetzt jedenfalls nicht. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Wir müssen mit dem Bus noch einmal nach Mülheim, denn die Wohnung unseres Freundes steht voll mit unseren Marktsachen. Das muss alles raus. Das sollte eigentlich, wegen der grünen Plakette, mit dem Polo geschehen. Der aber hat nun einen Schaden am Zylinderkopf. . . . .
Eine endlose Geschichte.

Jetzt aber kommt „die Moral von der Geschichte, die schaudernd ich berichte“, um eine alte Moritat zu zitieren („von dem Kerl; aus Werl, der die Hulda umgebracht, bei der Nacht“):

Mal ganz abgesehen von den Verflechtungen zwischen dem ADAC und den Abschleppdiensten, ADAC-Zentren, Leihwagen-Vermietungen, Werkstätten und Reparaturdiensten. Nach außen ist das alles super organisiert, rechtlich einwandfrei, sinnvoll und wird von eigenen Firmen (ausgelagerten GmbHs) betrieben. Da kannst du nichts machen. Dagegen kommst du nicht an, besonders dann nicht, wenn du in einer fremden Stadt mit deinem Auto liegen geblieben bist. Dann bist du froh, dass es sowas gibt. Das war ich auch, ehrlicherweise gesagt.

Aber dahinter, da ist alles lückenlos in einer Hand, und wenn du da mit einem älteren Wagen hineingerätst, dann bist du verloren. Entweder du wirst arm oder du musst dein Auto verschrotten. Also: Fahr kein altes Auto. Zumindest aber: Fahr es nicht zu weit von deinem Wohnort weg. Wenn es in der Fremde kaputt geht, dann ist Feierabend. Kauf dir ein neues, schmeiß das alte weg. Wie? Du hast keine Knete für einen neuen gebrauchten Transporter? Da werden die Industrie und die angeschlossenen Firmen aber sehr böse!

Ohne hilfsbereite Marktkollegen wie Rolf hätten wir den Polo NIEMALS in die Eifel bekommen. Ich wage gar nicht daran zu denken, was geschieht, wenn wir mit all den Marktsachen mit unserem Fliwatüüt einmal ausfallen. Das ist dann sicher ein wirtschaftlicher Totalschaden, und was dann?
Wir kriegen unsere Marktplünnen auf keinen Fall ins Ersatzfahrzeug. Bei diesen modernen Kisten muss man ja seinen Schlafanzug schon vorher drunter anziehen, wenn man einsteigt, weil für einen Koffer kein mehr Platz ist. Der wird benötigt für das beheizbare Lenkrad und den „Intelligent Rear Sight Mirror“ samt „Easy Down-Hill Holder“, womit man zu unserer Zeit („es war einmal, vor langer Zeit“) einen verstellbaren rechten Außenspiegel und eine Handbremse zu bezeichnen pflegte.

Schöne neue Welt!
Und: Willkommen im 21. Jahrhundert!

 

Kapitel 3:
Aller guten Dinge sind drei

Soweit so gut – oder so schlecht. Dass diese ganzen Auto-Geschichten nicht gerade marktförderlich sind, kann man sich ja denken. Es dümpelte alles so vor sich hin. Ich wollte gerade zum buisiness as usual übergehen, da kam der Tag, an dem ich von unserem Postbank Kodex-Konto Geld überweisen wollte für eine Rechnung. Online, mit telefonisch übermittelter TAN. Ich hätte es ahnen müssen! Die Glückssträhne war noch nicht zu Ende.

Die TAN kam nicht auf meinem Mobiltelefon an. Also: Abbrechen. Noch einmal versuchen. Nichts. Ist etwas mit dem Konto nicht in Ordnung? Haben die uns da etwas gesperrt? Habe ich vielleicht eine TAN drei Mal hintereinander falsch eingegeben? Ich erforschte mein Gewissen: Nein, das war nicht der Fall!
Mehler rast zum Automaten und holt die eingezahlte Knete schnell wieder herunter. Das geht. Konto also nicht gesperrt. Was dann?
Internet befragen. Ja, die Postbank hatte letzte Woche Probleme mit Online-Überweisungen, aber nur mit solchen, die von den Terminals in den entsprechenden Postbankfilialen ausgeführt werden sollten, nicht von den privaten, eigenen Geräten.
Es müsste also gehen. Noch einmal versuchen. Keine TAN. Es geht nicht.

Dann kam mir die Idee, eine Online-Überweisung vom privaten Postbank-Konto zu versuchen. Zwecklos. Keine TAN erscheint. Nichts. Auch hier das gleiche Spiel.
Ich befrage online die Service-Leistungen der Postbank. Negativ. Ich suche nach den FAQs. Ja, wenn Sie drei Mal hintereinander eine falsche TAN eingeben haben, dann wird das Konto für online-Überweisungen gesperrt. Hatte ich aber nicht. Oder hatte da jemand anderes versucht, an unsere Konten zu kommen? Das ist zwecklos, da ist sowieso nichts drauf. Es kommt auch nichts drauf, nach diesen Erfahrungen. Oder wollte uns einer einen Schabernack spielen?

Ah, hier, da hab’ ich was: eine Auskunft. Ich soll die telefonische Hilfe anrufen.

Ich drückte diese ganzen Zahlen, sagte gehorsam an den richtigen Stellen laut und deutlich „Ja“ und „Nein“ und dann kam, ich hatte es schon geahnt!, „Bitte geben Sie ihre fünfstellige Telefon-PIN ein!“
Ich war untröstlich. Die hatte ich gerade nicht dabei, weil ich alles zu Hause gelassen hatte wegen der Klauerei im letzten Jahr. Das ging also auch nicht.
„Schreiben Sie per Fax oder Brief, dann wird das Konto wieder für TANs geöffnet.“
Ich schrieb zwei Faxe, für jedes Konto eines, und schickte sie über den Internet-Laden in Essen los.
Keine Antwort. Nichts. Bis heute nicht. Die Faxe sind vermutlich gleich in die „kreisrunde Ablage“ (Behördenausdruck für Papierkorb) geraten. Falls sie überhaupt zur Kenntnis genommen wurden.
Nochmal versuchen. Nichts. Keine TANs.
Eine E-Mail schreiben.
Zwecklos. Entweder hatte ich die entsprechende PIN oder PUK, PAK oder POK oder was auch immer für PEKS,PIKS,PUKS nicht, weil die zu Hause im Ordner waren, oder ich musste eine TAN bekommen, aber die kam ja nicht an. Ich war von der „Postbank-Welt“ (oder wie auch immer das heute so schön heißt) abgeschnitten. Ich war ein digitaler Robinson. Meine Hilferufe verhallten ungehört. Ich saß auf meiner postbankfreien Insel, und es ging nichts. Absolut nichts. Und von der Bank kam keine Antwort; eine Verbindung zu ihr war auch nicht möglich,  weil … s.o.

Jetzt wurde es mit den Überweisungen langsam dringend. Wenn man diese Behörden-Tamagotshis nicht dauernd und vor allem nicht rechtzeitig füttert, dann drohen sie einem gleich mit Kontosperre und Vollstreckung. Das aber wollten wir vermeiden. Also auf zur Hauptpost nach Essen. Da stehen drei Überweisungs-Terminals. Ich hatte nach dem ganzen Auto-Desaster zum Glück (und ganz gegen meinen Vorsatz!) die beiden EC-Karten von der Postbank von zu Hause mitgenommen. DAS war unser Rettung.

Zwei Terminals waren defekt, der dritte ging, wenn auch nur auf Zuruf und mit altdeutschen Beschwörungsformeln. Aber immerhin: Er funktionierte ab und zu, und so konnte ich die dringendsten Überweisungen (lange Schlange hinter mir!) in mehreren Anläufen dann doch wegschicken. Der Nachmittag war fast hinüber, aber das Geld war überwiesen, die Tamagotshis gefüttert. Hoffentlich gaben die nun wenigstens Ruhe!

Aber was tun? Zur Beratung der Postbank im Hauptpostamt Essen. Die war ja gleich nebenan. Dieses Mal war die lange Schlange vor mir. Die Dame, die das machte, kannte ich vom letzten Jahr, als ich dort den Diebstahl unserer Karten meldete. Ich konnte mich genau an sie erinnern.
Als ich endlich dran war, erkannte sie mich auch gleich. Sie war sehr freundlich:
„Ich kenne Sie, ich habe noch kein Alsheimer.“
„Ich kann mich auch an Sie erinnern.“
„Waren Sie nicht auf dem Mittelaltermarkt?“
„Richtig, und da wir sind wir auch dieses Jahr wieder. Wir sind damals beklaut worden.“
Sie erinnerte sich.
Ich schilderte mein Anliegen und sie sagte:
„Da brauche ich Ihren Personalausweis.“
„Den habe ich nur in Kopie. Wegen der Klauerei im letzten Jahr habe ich nur Kopien dabei. Bis auf die Postbankkarten.“
„Ich muss aber aus Datenschutzgründen Ihren Originalausweis haben.“
„Den habe ich aber nicht. Sie erinnern sich doch an mich und an diesen Diebstahl. Ich kann Ihnen meinen Original-Führerschein geben oder die Postbankkarten.“
„Ich muss aber den Personalausweis haben, sonst kann ich Ihnen keine Auskunft geben.“
„Können Sie mir nicht wenigstens sagen, was da los ist? Damit ich Bescheid weiß, was ich machen kann?“
„Nein. Aus Datenschutzgründen geht das nicht.“

Lieber Franz Kafka! Hattest Du nicht so etwas schon vorhergesehen?

Ich war wieder draußen. Nichts, Keine Antwort, keine Überweisungen, keine TANs. Bankmäßig stillgelegt, plus kaputtem Auto. Genau das, was man für eine guten Markt braucht.

Mit der Postbank und den TANs ging auf diesem Weihnachtsmarkt nichts mehr. Die Faxe wurden nicht beantwortet; die TANs erschienen nicht, und ich gab es zunächst einmal auf, mit der Postbank in Verbindung zu treten oder irgendetwas von den Postbank-Konten überweisen zu wollen.
Hier könnte die Geschichte zu Ende sein, das IST sie aber nicht. Denn nach Weihnachten ging’s weiter:

Ich erinnerte mich in einer ruhigen Minute an diese TAN-Geschichte. Das musste irgendwie gelöst werden, so konnte es ja nicht bleiben. Schließlich haben wir diese Konten nicht zum Spaß. Und da stieß ich auf den „Rückruf-Service“ der Postbank, als ich zum wiederholten Male die entsprechenden Seiten aufrief. Der war mir vorher gar nicht aufgefallen, und ich hatte auch jetzt nicht die geringste Hoffnung, dass sich da etwas tun würde. Aber wie durch ein Wunder konnte ich meine Rückrufbitte ohne TAN, PIN, PUK oder siebenunddreißigstelligen Geheimcode per E-mail absetzen.

Das Wunder hörte nicht auf: Fünf Minuten später rief mich die Postbank an. Ich war baff vor Staunen. Und jetzt kommt’s: Der freundliche Herr am anderen Ende war ein lebendiger Mensch, kein Ansage-Automat, und fragte nicht nach meiner PUK oder Telefon-PIN, auch nicht nach meinem Personalausweis, SONDERN NACH MEINEM ANLIEGEN!

Es war nicht zu glauben. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Er sagte:
„Sowas haben wir öfter. Ich reiche Sie da mal an einen Spezialisten weiter.“
Der war auch ziemlich schnell dran. Die Dame hörte sich an, was ich zu sagen hatte (einschließlich der vergeblichen Faxe und der defekten Terminals), und sagte dann:
„Haben Sie mit der Beratung in Essen Verbindung aufgenommen?“
Das hatte ich, und ich schilderte ihr das, was oben steht.
Die Dame hatte Verständnis.
„Ja, das ist eine vertrackte Situation. Da haben Sie Recht. Eine böse Geschichte. Aber an uns liegt es nicht. Unsere TANs gehen raus, das sehe ich hier.“
„Ist irgend etwas mit den Konten nicht in Ordnung?“
„Nein, wenn das etwas wäre, dann hätten Sie gar nichts mehr eingeben können. Das wird dann schon viel früher gesperrt.“
„Aber wir haben noch eine andere Bank, von der kommen die TANs an!“
„Das ist etwas anderes. Wir haben da besondere Verschlüsselungssysteme.“
„Also, wenn es nicht an der Postbank liegt, was ist es dann?“
„Es liegt vermutlich an Ihrem Provider für das Mobiltelefon. Sie müssen sich mit dem in Verbindung setzen!“
„Da können Sie sich doch schon denken, was da herauskommt. Um Himmels willen, nein!“

Verständnis auf der anderen Seite.

„Sie könnten aber mal Folgendes versuchen. In Ihrem Tablet oder …“. Ich unterbrach sie:
„Ich habe kein Tablet und kein Android, nur ein uraltes Nokia!“
„Da weiß ich was“, kam prompt die Antwort. „Da gibt es einen Menüpunkt ‚Gefilterte Mitteilungen’. Schauen Sie da einmal nach. Da liegen vermutlich Ihre ganzen TANs, die sie angefordert haben!“
„Und wie kommen die dahin? Die TANs von der anderen Bank kommen doch an die richtige Stelle!“
„Das passiert ab und zu. Das hängt von Ihrem Provider ab!“

Ich bedankte mich vielmals, schaute in den Menüpunkt „Gefilterte Mitteilungen“ und siehe da! Alle TANs waren da, und dazu noch einige SMS, die ein Bekannter an mich gesendet hatte, die aber bei mir nie angekommen waren. Das heißt: angekommen waren sie ja schon, genau wie die TANs, aber nicht da, wo sie sollten und wo man sie erwartete.

Ich war wirklich platt. So ging es also auch. Merke: es gibt immer einen dritten Weg. Man muss ihn nur finden.
Das Ende ist schnell erzählt. Ich probierte sofort eine Überweisung aus und forderte eine TAN an, und wo erschien die??? RICHTIG!!! An der ALTEN Stelle, da, wo sie immer waren und wo man sie erwartete, und nicht unter „Gefilterte Mitteilungen“.

Etwas anderes hätte mich auch sehr gewundert.

Es grüßen herzlich und wünschen ein gutes neues Jahr 2017

Eure und Ihre
Perlenweberin Merigrida
und
Geschichtenerzähler Udalrich der Schäfer

Ruth und Ulrich Mehler

www.kodex-kulturverein-news.de

copyyright by Ulrich Mehler 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Wer noch mehr wissen will …

  1. Bernd Ulbricht

    Die einzig sinnvolle Art sich zu wehren und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese bürokratischen „catch 22“ Auswüchse zu lenken. Wenn diese dabei noch zum Schmunzeln oder gar Lachen gebracht wird, sei es aus der Kuriosität der Situation heraus, sei es aus einem befreienden deja-vu – Miterleiden-Lachen heraus, ist dies durchaus wünschenswert: Wie auch Diktatoren durch Lachen getroffen und demaskiert werden können (deshalb verbieten sie es meistens) , so kann man die bürokratischen Auswüchse durch (nachträgliches) Lachen darüber besser verarbeiten und gleichzeitig bekämpfen, mit den Lachern auf der richtigen Seite!
    Natürlich bleibt anzumerken, dass die Protagonisten auf bestimmte Themen bezogen beratungsresistent sind und in Ihrer Einstellung, betreffend eines der wichtigsten „Werkzeuge“ eines Marktfahrers, dickköpfig auf Ihren zusammengeflickten Oldtimer-Fuhrpark bestehen, was dazu führt, daß manche Freunde und Marktkollegen in ihrer Hilfsbereitschaft und Gutmütigkeit stark gefordert werden. Es bleibt dafür die Chance, in der Geschichte positiv erwähnt zu werden – und das ist auch ein liebenswürdiger Dank.
    So werden uns Ulrich und Ruth im besten Sinne Ephrahim Kishons noch so manche Realsatire zum Schmunzeln abliefern- Sequenz und Konsequenz.
    Bernd

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